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Quellen

Unsere historischen Arbeiten basieren alle auf belegbaren Quellen, wie zum Beispiel Fundberichte, Originale in den verschiedensten Museen und Privatsammlungen bzw. Skizzen- und Vorlageblätter von diversen Manufakturen!

Material/Arbeit

Sämtliche historischen Lederwaren werden aus rein pflanzlich gegerbtem Leder hergestellt (Vegetabile Gerbung)!
Für Handnähte verwenden wir Hanf- bzw. Leinengarn, dass je nach Anwendung 2-24 Stränge stark sein kann! Nach der Vorbereitung des Garns wird dieses vor Nähbeginn gepicht bzw. gewachst!

Bei historischem Schuhwerk verwenden wir hauptsächlich folgende Lederarten/Stärken:

Oberleder: Vegetabiles Rinds/Kalbsleder
Stärke mindestens 2 mm
Sohlleder/Boden: Vegetabiles bzw. Grubengegerbtes Rindsleder
Stärke/Sohle mindestens 4 mm

Jedoch kann auf besonderen Wunsch hin auch jede andere Lederart verarbeitet werden!

Allgemeine Pflegehinweise

Historisches Schuhwerk:
  • Das Schuhwerk sollte niemals am Feuer bzw. an Hitzequellen getrocknet werden!
    Über 45°C kommt es zu einer dauerhaften Änderung des Leders, wie es gewollt bei diversen Leder-Härteverfahren eingesetzt wird! Ebenso setzt sich das Pech/Wachs vom Faden ab, wodurch dieser seine Wiederstandskraft verliert!
    Bei benageltem Schuhwerk kommt es zu einem vermehrten Ausfall der Schuhnägel!
    TIPP: Ein zweites Paar Schuhe besorgen damit das erste Paar genug Zeit zum trocknen hat.

  • Unbenageltes Schuhwerk:
    Unbenagelte Schuhe sollten niemals auf modernen Straßenbelägen (Asphalt, Beton) verwendet werden! => Diese wirken wie Schleifpapier! Speziell bei wendegenähtem Schuhwerk empfiehlt es sich unbedingt Trippen zu tragen!

  • Fetten/Wachsen:
    Das Schuhwerk (speziell auch die Sohlen) sollte vor und nach jeder Verwendung gut gefettet werden. (Nach der Verwendung, vor dem Auftragen des Fettes die Reinigung nicht vergessen!)
    Napoleonisches Schuhwerk (rauhe Lederseite außen) sollte mindestens einmal pro Jahr nachgewachst werden! Gerne übernehmen wir diese nicht gerade saubere Arbeit für unser Kunden!
    Fertige Wachsmischungen zum Auftragen und Einreiben, bzw. zum Einschmelzen mit einem Heißluftfön sind auf Anfrage bei uns erhältlich.
    Auch dieses Schuhwerk sollte trotz der Wachsschicht gut eingefettet werden!

  • Reparaturen:
    Speziell bei wendegenähtem Schuhwerk sollten die Sohlen und deren Nähte nach jeder Verwendung auf Einrisse bzw. Abnutzung kontolliert werden!
    Bei rahmengenähtem Schuhwerk ist eine Kontolle der Risslippe (unter dieser verbirgt sich an der Sohle die Laufsohlennaht, die die Sohle/n mit dem Oberleder/Brandsohle verbindet) sowie des Absatzes und eventuell der Benagelung nach etwa jeder 20. Verwendung (bzw. 1x jährlich) zu empfehlen!
    Es empfiehlt sich, das Schuhwerk rechtzeitig reparieren zu lassen, bevor eine Reparatur aus wirtschaftlichen Gründen nicht mehr rentabel ist!

Sämisch-Alaun Lederwaren:

(hauptsächlich Bandoliere des 17. und 18. Jahrhunderts)
Diese werden mit einer Mischung aus Pfeifenton und Gummi-Arabicum vor der Auslieferung geweißt! Während der ersten Einsätze kann es zu einem Abplattern bzw. Abreiben der geweißten Oberfäche kommen! Erst nach mehrmaliger Verwendung bzw. "Nachfärbung" arbeitet sich diese Mischung in das Leder ein!
Vor der Nachbehandlung des Leders mit der oben angeführten Mischung, sollte dieses mit klarem Wasser und einer Bürste gereinigt werden!
Die fertige Pfeifenton/Gummi-Arabicum-Mischung ist auf Anfrage bei uns erhältlich! Natürlich übernehmen wir auch diese Arbeit gerne für unsere Kunden!
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